30.03.2003

MATRIX FORUM

Bildquelle: www.openoffice.org

Das etwas andere Office-Paket

OpenOffice.org gleicht auf den ersten Blick anderen Open-Source-Projekten. Der Quellcode ist für jedermann einsehbar. Frei verwendbare Releases für diverse Plattformen und Betriebssysteme sind im Netz verfügbar.

Allerdings werden 95 Prozent der Arbeit am Quellcode nach wie vor von Sun-Entwicklern geleistet.

Die OpenOffice.org Community könnte freilich noch Zulauf gebrauchen, 50 freie Coder sind für ein Projekt dieser Größe nicht gerade viel. Dabei ist es nicht nur das etwas unklare Verhältnis zu Sun das unabhängige Entwickler abschreckt. Es ist auch die Größe und Komplexität der Software die es schwierig macht einen sinnvollen Beitrag zu leisten.

Zukunft für OpenOffice

Sam Hiser ist Co-Leader des Marketingprojekts bei OpenOffice.org, und er ist kein Angestellter von Sun. Für ihn ist das Projekt von strategischer Wichtigkeit für die ganze Open-Source-Bewegung.

Besonders in den so genannten Schwellenländern, etwa Südafrika und Mexiko oder den großen asiatischen Ländern Indien und China sieht Sam Hiser eine große Zukunft für OpenOffice.

"Ich denke in zehn Jahren, sprechen wir nicht nur über einen Kuchen der zwei bis fünfmal größer ist, sondern Microsoft wird davon weniger als ein Viertel besitzen, weil sie meiner Meinung nach ihren Marktanteil nicht ausbauen werden. Er wird sinken weil wir ihnen etwas, wenn nicht sogar einen großen Anteil wegnehmen werden", so Sam Hiser.

Heute 22:30 im Ö1-Magazin matrix

Thomas Thaler hat die internationale OpenOffice.org-Konferenz in Hamburg zum Anlass genommen, um mit Entwicklern und Community-Mitgliedern über "die andere Bürosoftware" zu sprechen. Vorgestellt wird auch die Initiative "1dok.org", die an einem herstellerunabhängigen universellen Officedokument arbeitet.