Das etwas andere Office-Paket
OpenOffice.org gleicht auf den ersten Blick anderen Open-Source-Projekten. Der Quellcode ist für jedermann einsehbar. Frei verwendbare Releases für diverse Plattformen und Betriebssysteme sind im Netz verfügbar.
Allerdings werden 95 Prozent der Arbeit am Quellcode nach wie vor von Sun-Entwicklern geleistet.
Die OpenOffice.org Community könnte freilich noch Zulauf gebrauchen, 50 freie Coder sind für ein Projekt dieser Größe nicht gerade viel. Dabei ist es nicht nur das etwas unklare Verhältnis zu Sun das unabhängige Entwickler abschreckt. Es ist auch die Größe und Komplexität der Software die es schwierig macht einen sinnvollen Beitrag zu leisten.
Open Source-Strategie von Sun
Der Doppelcharakter als unabhängiges und doch irgendwie von Sun
kontrolliertes Projekt macht eine komplizierte rechtliche
Konstruktion notwendig. Gleich drei verschiedene Lizenzen werden
verwendet. So soll einerseits Kompatibilität zu anderen freien
Softwareprojekten hergestellt werden, und andererseits die
kommerzielle Nutzung des Quellcodes möglich bleiben. Alles was
einmal unter den von OpenOffice.org verwendeten Lizenzen ins Netz
gestellt wurde, bleibt aber immer Open Source.
OpenOffice.orgZukunft für OpenOffice
Sam Hiser ist Co-Leader des Marketingprojekts bei OpenOffice.org, und er ist kein Angestellter von Sun. Für ihn ist das Projekt von strategischer Wichtigkeit für die ganze Open-Source-Bewegung.
Besonders in den so genannten Schwellenländern, etwa Südafrika und Mexiko oder den großen asiatischen Ländern Indien und China sieht Sam Hiser eine große Zukunft für OpenOffice.
"Ich denke in zehn Jahren, sprechen wir nicht nur über einen Kuchen der zwei bis fünfmal größer ist, sondern Microsoft wird davon weniger als ein Viertel besitzen, weil sie meiner Meinung nach ihren Marktanteil nicht ausbauen werden. Er wird sinken weil wir ihnen etwas, wenn nicht sogar einen großen Anteil wegnehmen werden", so Sam Hiser.
Heute 22:30 im Ö1-Magazin matrix
Thomas Thaler hat die internationale OpenOffice.org-Konferenz in Hamburg zum Anlass genommen, um mit Entwicklern und Community-Mitgliedern über "die andere Bürosoftware" zu sprechen. Vorgestellt wird auch die Initiative "1dok.org", die an einem herstellerunabhängigen universellen Officedokument arbeitet.
Mark up your mind: XML-die erweiterbare Programmiersprache für das Internet steht im Mittelpunkt des zweiten Beitrags, in dem Altova-Mitbegründer Thomas Kefer zu Wort kommt.
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