Ausverkauf bei EMTS Österreich
Nach der Eröffnung des Konkursverfahrens über die Österreich-Tochter des Handy-Dienstleisters EMTS wird nun versucht, die verbliebenen Filialen und das Werk in Parndorf zu verkaufen.
Für die Handyfabrik in Parndorf gebe es bereits drei Interessenten, bis Mitte April sei mit einem Abschluss des Verkaufs zu rechnen, sagte Masseverwalter Karl Engelhart am Donnerstag nach der EMTS-Gläubigerversammlung.
Einer der drei Interessenten, die aus den Bereichen Telekom, Elektronik und Investment kommen, führe bereits eine Due-Diligence-Prüfung durch, daher sei ein Verkauf bereits sehr konkret. Im Werk waren zuletzt rund 120 Mitarbeiter beschäftigt.
Nach der Aufkündigung des Vertrags mit dem Handyhersteller Nokia, mit dem rund 60 Prozent des Umsatzes gemacht wurden, war laut EMTS "eine Insolvenz nicht abzuwenden" gewesen. Der Umsatz der EMTS Austria GmbH betrug 2002 rund 18,2 Mio. Euro, etwa 15 Prozent des Gesamtumsatzes der EMTS-Gruppe.
EMTS Österreich meldet Konkurs anAuch Filialen werden verkauft
Auch für die sieben noch offenen und zwei bereits geschlossenen EMTS-Filialen in Wien, Vösendorf, Graz, Salzburg, Linz und Innsbruck gebe es mehrere Interessenten. "Es liegen teilweise bereits verbindliche Angebote vor", so Engelhart, der auch einen raschen Verkauf der Filialen anstrebt.
Von der Insolvenz der EMTS Austria GmbH sind insgesamt knapp 200 Mitarbeiter betroffen. Die Passiva des Unternehmens werden vom KSV derzeit auf 15 Mio. Euro inklusive interner Konzernverbindlichkeiten geschätzt.
Die Berichts- und Prüfungstagssatzung von EMTS wurde für den 27. Mai anberaumt.
