NTT zeigt Armband- und GPS-Handy
Es sieht aus wie eine klobige Digitaluhr aus den achtziger Jahren. Per Knopfdruck klappt es auseinander und wird zum derzeit kleinsten Handy: Das neueste Mobiltelefon des japanischen Konzern NTT DoCoMo wurde am Donnerstag in Tokio präsentiert.
Mit dem PHS-Handy namens "Wristomo" hat der Konzern Geschäftsleute um die 30 im Visier, auch weil das Telefon "ein bisschen wild" aussehe, wie DoCoMo-Sprecher Takuya Kono erläuterte. Schon der amerikanische Comic-Held Dick Tracy habe auf diese Weise kommuniziert, sagte Kono.
Das Mobiltelefon ist angeblich wasserfest. Zum Telefonieren muss der Benutzer das Wristomo allerdings abnehmen.
Das Gerät kann E-Mails bis zu einer Länge von 6.000 Zeichen senden und empfangen. Die Übertragungsrate beträgt 64 KBit/s. Wristomo kann über Kabel oder mobiles Internet die gespeicherten Daten mit dem Benutzer-PC abgleichen. Der Konzern will zunächst 5.000 der Armbandtelefone auf den Markt bringen, zum Preis von rund 35.000 Yen [270 Euro]. Das Wristomo funktioniert nur in Japan, der Verkauf soll kommenden Monat über das Internet beginnen.
NTT DoCoMoPositionsbestimmung
Dazu hat NTT DoCoMo sein erstes GPS-fähiges Handy vorgestellt. Das "mova F661i" erlaubt seinem Benutzer eine einfache Positionsbestimmung, die auf zehn bis 50 Meter genau sein soll. Das Gerät soll in Japan noch im April eingeführt werden.
Das Handy ist in das i-mode-System von NTT DoCoMo eingebettet und verbindet die Navigationsdaten mit acht verschiedenen Content-Angeboten wie Fahrplanauskünften der öffentlichen Verkehrsbetriebe, Restaurantführer sowie Routenplanern. Daneben hat der Benutzer die Möglichkeit, seine Position per E-Mail zu übermitteln.
NTT DoCoMo bietet drei Zusatzfunktionen an, die im Zusammenspiel mit der "DoCoMo Location Platform" [DLP] benutzt werden können. Diese Plattform greift extern auf die Navigationsdaten des "F661i" zu.
Das erste Service kann dazu benutzt werden, vom PC aus die Position des Handybenutzers festzustellen. Die zweite Funktion kann zur Alarmierung von Rettungsdiensten oder Polizei benutzt werden, wobei nur ein Knopfdruck notwendig ist. Die genauen Positionsdaten werden dabei gleich mitübermittelt. Schließlich kann das "F661i" zum Flottenmanagement benutzt werden. Diese drei Funktionen können allerdings nur mit einem Zusatzvertrag mit einem ASP genutzt werden.
