27.03.2003

IRAK-KRIEG

Bildquelle: ORF.at

Online-Feldpost und Blogs von der Front

Nicht nur alternative US-Medien und Kriegsgegner weichen angesichts des Irak-Krieges ins Internet aus. Derzeit sprießen genauso die patriotischen und oft militärzentrierten Sites und Blogs im Web.

Diese erlauben teilweise interessante Einblicke in die Gefühlslage des Durchschnittsamerikaners und insbesondere der Soldaten im Irak und deren Angehörigen.

Auf der Site "Letters from a TwoFront War" findet sich sogar "Feldpost", also E-Mails von Soldaten an ihre Angehörigen und umgekehrt.

Die Veröffentlichungen sind dabei natürlich auch als Propaganda zu betrachten, sie könnten aber insbesondere bei einem längeren Kriegsverlauf ein interessantes Stimmungsbarometer sein.

E-Mail löst Feldpost ab

Das US-Militär befindet sich derzeit in einem regelrechten E-Mail-Dilemma:

Seitdem die elektronische Post im Afghanistan-Feldzug das Telefon endgültig als bevorzugtes Kommunikationsmedium der Soldaten mit ihren Familien und Freunden abgelöst hat, wird einerseits von allen Seiten betont, wie wichtig der Mail-Zugang für die Moral der Truppen und der Angehörigen ist, andererseits wird befürchtet, dass ein freier Informationsfluss zu einem ernsthaften Sicherheitsproblem werden könnte.

Front-Blogs

Aber auch Weblogs entwicklen sich derzeit nicht nur für Gegener des Irak-Feldzugs zu einem alternativen Medium der Kriegsberichterstattung.

Auch "patriotische" Weblogs mit Fokus auf die US-Soldaten vermehren sich rasend schnell und werden teils sogar von Soldaten im Einsatz weitergeführt.

Star dieser Szene ist "Lt. Smash", der nach eigenen Angaben Reserveoffizier des US-Militärs ist und zur Operation "Enduring Freedom" eingezogen wurde.

Militär-Bloggs

Ein Blogger namnes "Will" ["A Soldiers Tale"] gibt unterdessen an, als Angehöriger der US-Streitkräfte Anfang der Woche die USA verlassen zu haben. Falls es ihm möglich ist, will er seinen Blog aber weiterbetreiben.