Sicherheitslücken als Regierungsgeheimnis
Laut einer Verfügung, die US-Präsident George Bush am Mittwoch unterzeichnet hat, bekommt die US-Regierung zukünftig einen größeren Spielraum, um "sicherheitsrelevante" Informationen als "geheim" zu deklarieren.
Darunter fallen auch explizit Details jeglicher "Infrastruktur", falls diese für die nationalen Sicherheitsinteressen relevant ist.
Demnach könnten auch technische Details zum Internet genau wie militärische Informationen von der US-Regierung schlicht als "topsecret" erklärt werden.
Die Publizierung einer neu entdeckten Sicherheitslücke könnte demnach durch ein US-Regierungsdekret schlicht verboten werden.
Die VerfügungReklassifizierung
Bush ersetzt mit der Verfügung eine entsprechende seines Amtsvorgängers Bill Clinton.
Besonders interessant ist, dass es die neue Verfügung auch erlaubt, ehemals geheime Informationen, die zwischenzeitlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, wieder zu "reklassifizieren".
