27.03.2003

IRAK-KRIEG

Bildquelle: Ray

Russland warnt vor US-Info-War

Außenminister Igor Iwanow sagte am Mittwoch in Moskau, dass man "ernsthaft besorgt" sei, weil "bestimmte US-Kreise einen Informationskrieg gegen Russland" eröffnen wollten.

Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind angespannt, seitdem Russland sich im Vorfeld des Irak-Krieges an die Seite von Frankreich und Deutschland gestellt hatte, die einen Krieg gegen das Land ablehnten.

Die USA hatten Russland zuletzt vorgeworfen, militärisches Gerät wie GPS-Jammer und Nachtsichtgeräte in den Irak geliefert zu haben, was Russland umgehend bestritt.

Stein des Anstoßes zerstört

Die umstrittenen GPS-Störsender, die angeblich von Russland an den Irak geliefert wurden, sind möglicherweise schon zerstört worden. Das gab jedenfalls General Victor Renuart vom zuständigen US-Zentralkommando am Dienstag in Katar bekannt. Sechs der Sender seien bombardiert worden.

Die Sender sollten die GPS-Ortung der amerikanischen "Smart Bombs" und Marschflugkörper behindern und sie damit von ihren Zielen abbringen.

Nach Angaben des Generals wurden die satellitengesteuerten amerikanischen Bomben und Raketen jedoch nicht behindert. Das ist angesichts der Tatsache, dass die Systeme jeweils über zwei unabhängige Lenksysteme verfügen, auch nicht wirklich erstaunlich.