Verstärkte Lauschangriffe erlaubt
Das oberste US-Gericht hat verstärkte Lauschangriffe im "Kampf gegen den Terrorismus" erlaubt.
Das Gericht lehnte am Montag in Washington ohne Begründung einen Berufungsantrag von Bürgerrechtsgruppen wie der "American Civil Liberties Union" [ACLU] gegen diese Praxis ab.
Eine niedrigere Instanz hatte zugelassen, nach den terroristischen Angriffen des 11. September 2001 Abhöranlagen, die zur Spionageabwehr eingerichtet wurden, auch bei der Fahndung nach Terroristen einzusetzen. Bisher wurde die Erlaubnis für einen Lauschangriff bei der Strafverfolgung nur in Ausnahmefällen erteilt.
ACLURedefreiheit vs. Terrorbekämpfung
US-Justizminister John Ashcroft begrüßte die Entscheidung, da eine enge Zusammenarbeit von Polizei und Geheimdiensten bei der Terrorbekämpfung wichtig sei.
Die Bürgerrechtler sehen in der Neuregelung dagegen einen ernsten Eingriff in die Privatsphäre und Redefreiheit der Bevölkerung.
