SAP soll Soldatenversorgung sicherstellen
Die logistische Versorgung der US-Soldaten im Irak soll in Kürze mit Software des deutschen Softwareproduzenten SAP sichergestellt und verbessert werden.
Vor drei Jahren wurde das Projekt an das IT-Beratungsunternehmen Computer Science Corp [CSC] vergeben, die Software der im Mai in Betrieb gehenden Systeme kommt von SAP. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 680 Mio. USD.
Das "Commodity Command Standard System" dient laut dem Bericht zur Bestandskontrolle, -planung und -budgetierung. Das "Standard Depot System" verwalte Lager, Arsenale und Munitionslager.
SAP-Sprecher Herbert Heitmann hat den Bericht gegenüber de.internet.com in seinen Grundzügen bestätigt.
SAPKein Widerspruch zu Haltung
"Unsere Defense-Lösung liefern wir an zwei Drittel aller NATO-Staaten, wobei die Waffenlieferungen üblicherweise von einem eigenen System der Streitkräfte abgewickelt werden", erklärte Heitmann.
Man stelle die Lieferung mit Nahrung, Kleidung und Benzin sicher, die gleichen Systemen würden aber auch an die Hilfsorganisationen verkauft und in der Praxis vernetzt.
Einen Widerspruch zum Antikriegskurs der deutschen Industrie und ihrer Regierung sieht Heitmann nicht: "Wir machen Geschäfte mit allen NATO-Staaten. Wir sind global tätig, wir sehen uns nicht als deutsches, sondern als globales Unternehmen", so Heitmann.
