Funknetze für die Polizei von Los Angeles
Die Polizei von Los Angeles hat die drahtlose High-Speed-Internet-Verbindung für sich entdeckt.
In den kommenden drei Monaten sollen 27 Polizeistationen der Stadt mit "Wireless Local Area Networks" [WLANs] ausgerüstet werden. Auch die Streifenwagen sollen demnächst über Handhelds mit WLAN-Karten verfügen.
Bisher mussten die Beamten mit einfachen drahtlosen Modems mit einer Geschwindigkeit von 19,2 Kilobit pro Sekunde im stadtweiten 800-MHz-Wide-Area-Network [WAN] auskommen.
Phantombilder im Vorbeifahren herunterladen
Die WLAN-Technik soll vor allem die Kommunikation zwischen Polizeistation und Streifenwagen verbessern, auch die Entwicklung eines Interface, das den Datenaustausch mit dem alten WAN ermöglicht, ist geplant.
Da die Reichweite der WLAN-Netze auf etwa 90 Meter beschränkt ist, sind die Fahrzeuge zwar nicht ständig mit den Basisstationen verbunden, die Beamten können sich die aktuellen Infos und Daten aber regelmäßig "im Vorbeifahren" an einer Station herunterladen.
Die Leistungsfähigkeit des bisher eingesetzten WANs reichte nicht einmal für die Übermittlung von Phantom- oder Vermisstenbildern aus, die Polizisten mussten diese erst recht auf Papier mit in den Wagen nehmen. Mit WLAN sollen diese Probleme der Vergangenheit angehören, das Netz mit einer Maximalübertragung von elf Megabit pro Sekunde macht eine Echtzeitkommunikation erstmals möglich.
ÖSterreich ist drahtloser Vorreiter
Österreich hat angeblich weltweit das dichteste öffentliche
WLAN-Netz und immer mehr IT-Unternehmen und Telekom-Firmen planen
die Errichtung weiterer Netz.
Das Jahr der drahtlosen FunknetzeSicherheit durch Virtual Private Network
Funknetze kommen bisher bei sicherheitsrelevanten Verbindungen erst wenig zum Einsatz. Meldungen über zahllose ungeschützte WLANs haben der Technik einen schlechten Ruf in puncto Sicherhit eingebracht.
Dass dem so ist, liegt nicht daran, dass es sich generell um eine unsichere Technologie handelt, sondern an der Konfiguration des Equipments. Die Standardeinstellung der Hersteller zielt nämlich auf schnelle Inbetriebnahme des WLAN und einfaches Log-in für den User.
Schon die relativ einfache Kombination aus Unterdrückung des Netzwerknamens - Unbefugte müssten ihn erraten -, Authentifizierung der einloggenden MAC-Adresse [Hardware-Kennnummer] und einfache DES-Verschlüsselung [ab 40 Bit] ergibt ein gewisses Maß an Sicherheit.
Für unternehmenskritische Anwendungen empfiehlt sich zusätzlich das Aufsetzen eines Virtual Private Network [VPN], das mit Triple DES [128 Bit] oder dem neuen Standard-Algorithmus Rijndael verschlüsselt ist.
Welche Sicherheitsmaßnahmen die Polizei von LA zur Sicherung ihrer WLANs vewenden wird, ist bisher nicht bekannt.
