"Breitband so lebenswichtig wie Wasser"
Breitband-Internet ist für Firmen mittlerweile schon so wichtig, dass es in einer UNO-Studie zur notwendigen Grundvoraussetzung wie Wasser und Elektrizität erhoben wird. Weltweit geb es rund eine Milliarde Internet-Nutzer, der Zugang in Entwicklungsländern müsse aber erleichtert werden.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen [UNCTAD].
Immer noch klafft dabei eine riesige Lücke zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. In den Entwicklungsländern müsse deshalb in erster Linie der Zugang vereinfacht werden. Ansonsten sinke die Konkurrenzfähigkeit, was wiederum negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der Entwicklungsländer habe.
"Breitband wichtig wie Wasser und Strom"
"Ohne Breitband gibt es auch kein E-Business", so Genevieve Feraud, eine der Autoren des Information Economy Report 2006. "Breitband ist so wichtig geworden, dass wir es zu den lebensnotwendigen Grundvoraussetzungen wie Wasser und Elektrizität zählen", so Feraud.
Die Zahl der weltweiten Internet-Nutzer wird von der UNO-Organisation mit über einer Milliarde angegeben. Davon leben 531 Millionen in den Industrieländern [54,5 Prozent der dortigen Bevölkerung]. 441 Millionen Internet-Nutzer wohnen in Entwicklungsländern, machen dort aber gerade einmal 8,5 Prozent der Bevölkerung aus.
Nach Angaben der UNCTAD verfügten im vergangenen Jahr bereits 63 Prozent der Firmen in der Europäischen Union über einen Breitband-Zugang [2004: 53 Prozent].
Strategien auch umsetzen helfen
Laut der Studie sind vor allem die Regierungen gefordert, die digitale Lücke zu schließen und den Entwicklungsländern beim Infrastrukturausbau zu helfen. Es sei aber zu wenig, Strategien zu entwickeln, deren Umsetzung muss laut UNCTAD auch beaufsichtigt werden.
Derzeit hätten rund 44 Prozent der Entwicklungs- und Schwellenländer konkrete Pläne für eine Telekom-Expansion, weitere 20 Prozent seien noch in der Entscheidungsphase.
Schwierige Datenerfassung
UNCTAD betonte auch, dass es schwierig sei, überhaupt an Daten zu diesem Thema zu kommen: Von den 151 Entwicklungsländern hätten gerade einmal 71 Länder Auskünfte zur Breitbandentwicklung geben können. In 48 dieser 71 Staaten betrage die Zugangsquote weniger als ein Prozent.
(futurezone | AP | dpa)
