Krieg führt zu Ansturm auf Newssites
Nach dem Beginn der Kampfhandlungen im Irak ist die Zahl der Besucher auf den Newssites kräftig gestiegen.
Das Web wird immer mehr als First-Hand-Medium genutzt, wenn es um schnelle Informationen geht. Beim ersten derartigen Ansturm, am 11. September 2001, wurden noch viele Sites vom dem ungewohnten Besucherstrom überrascht. Diesmal haben die meisten von ihnen Vorkehrungen getroffen.
Das Unternehmen Keynote Systems testet regelmässig die Responsezeiten vielbesuchter Websites. So ist beispielsweise die durchschnittliche Responsezeit von BBC online von 0,47 auf 1,88 Sekunden gestiegen. ITV News hingegen ist erst nach 15,84 Sekunden erreichbar.
Al Jazeera teilweise down
Andere fallen teilweise ganz aus: Die Site des arabischen
Broadcasters Al Jazeera war teilweise vollständig down. Auch die
Site des britischen Boulvardblattes "Sun" ächzte unter dem
Besucherstrom.
Al JazeeraMehr Traffic
Laut Comscore Media Metrix haben die 15 größten Websites mehr als 40 Prozent mehr an Traffic zu verzeichnen. Die Besucherzahlen liegen mittlerweile weit über denen während des Anschlags vom 11. September.
Militärsites sind allerdings meist nicht auf die erhöhten Zugriffsraten eingestellt. Die Besucher der US Army Site mussten bisweilen Ladezeiten von mehr als 80 Sekunden hinnehmen. Bei einem Drittel der Anfragen war ein Timeout der Verbindung die Folge. Ähnlich erging es auch der Site des Marine Corps.
In Großbritannien hat eine Veröffentlichung eines Textes, was im Fall eines Terroranschlages zu tun sei, den Server des Foreign and Commonwealth Office in die Knie gezwungen.
Auch jetzt, nach dem Beginn der Kampfhandlungen, sind einige Sites nur schwer oder gar nicht zu erreichen.
