22.03.2003

AUSGABEN

Bildquelle: ORF.at

IT-Aussichten wegen des Kriegs korrigiert

Die Prognosen bezüglich des Wachstums der IT-Ausgaben für 2003 können nicht länger aufrechterhalten werden.

Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise und des Irak-Krieges hat der Marktforscher IDC seine Vorhersagen nach unten revidiert. Demnach werden die IT-Ausgaben in diesem Jahr statt um acht bis neun Prozent lediglich um rund 3,7 Prozent zulegen, erklärte IDC-Analyst Stephen Minton bei der dieswöchigen IDC-Konferenz in Boston.

Im vergangenen Jahr sind die weltweiten IT-Ausgaben auf 857 Mrd. USD gesunken.

Hoffnung Hardware-Sektor

Als größtes Versprechen für die Zukunft bezeichnete Minton das leichte Anziehen des Hardware-Sektors, der im vergangenen Jahr um elf Prozent geschrumpft ist. Im nächsten Jahr soll dieser zwar gering, aber doch um 2,8 Prozent auf 335 Mrd. USD zulegen.

"Es gibt jede Menge alte Geräte bei den Firmen, die erneuert werden müssen", sagte Minton. Der Software-Bereich wird jener Sektor bleiben, der am stärksten zulegt und zwar um knapp fünf Prozent auf 186 Mrd. USD im laufenden Jahr. IT-Services wird ein vierprozentiges Wachstum auf 368 Mrd. USD vorausgesagt.

Die Prognosen sind freilich nach IDC-Angaben mit einem erheblichen Unsicherheitsfaktor ausgestattet. Makroökonomische Faktoren wie der Krieg im Irak könnten den IT-Markt noch erheblich beeinflussen.

Seinen Vorhersagen hat IDC die Annahme zugrundegelegt, dass der Irak-Krieg sechs Monate dauern und ohne massive Katastrophe zu Ende gehen würde. Sei dies nicht der Fall, so würden steigende Ölpreise und schwindendes Konsumentenvertrauen zu einem neuerlichen Rückschlag bei den IT-Ausgaben führen.