Vivendi-Gewinn steigt um 28 Prozent
Das französische Medienkonglomerat Vivendi macht Kasse mit Musik und "World of Warcraft".
Wie der Konzern am Donnerstag in Paris mitteilte, stieg sein Nettogewinn auf 731 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 570 Millionen Euro.
Mit seiner marokkanischen Telefongesellschaft Maroc Telecom erwirtschaftete Vivendi einen Nettogewinn von 281 Millionen Euro und erzielte damit ein Wachstum von 22 Prozent.
Erfolg mit Pay-TV
Noch erfolgreicher war der Pay-TV-Sender Canal Plus, der im vergangenen Jahr deutlich mehr Abonnenten anlocken und 53 Prozent mehr Nettogewinn einfahren konnte.
Vivendis Musiksparte Universal Music präsentierte nach den beendeten juristischen Querelen rund um Napster.com einen Nettogewinnanstieg von elf Prozent.
Universal hatte zum Start des Musikplayers Zune auch einen Deal mit dessen Hersteller Microsoft abgeschlossen, der Vivendi einen Anteil an jedem verkauften Zune-Exemplar sichert.
Gesundes Geschäft mit Spielen
Vivendis Computerspieleabteilung mit den Studios Blizzard [Anbieter von "World of Warcraft"], Sierra, Radical, Massive, Swordfish und High Moon verdoppelte im Vergleich zum Vorjahr seinen Reingewinn auf 24 Millionen Euro.
Anfang November tauchten Spekulationen auf, dass die große US-Investment-Firma Kohlberg Kravis Roberts & Co [KKR] daran interessiert gewesen sei, Vivendi zu erwerben. Im Gespräch war eine Kaufsumme in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar. Vivendi hatte die Verhandlungen mit KKR bestätigt, gleichzeitig aber deren Abbruch verkündet.
(Reuters | futurezone)
