Kopierschutz direkt in Sound eingebettet
Glaubt man jüngsten Berichten aus der Welt des Kopierschutzes, könnte eine neue Technologie Raubkopierern bald das Handwerk erschweren.
Denn das US-Unternehmen Sunncomm will in Zukunft seinen Kopierschutz für Musikstücke direkt in die Audio-Files integrieren.
Selbst wenn die digitalen Songs anschließend komprimiert, auf ein analoges Medium überspielt oder aus dem Radio aufgenommen werden, soll die hartnäckige Markierung dabei erhalten bleiben.
StealthChannel
Die nötige Technologie, StealthChannel, hat das Unternehmen von
Stealth Media Labs lizenziert. Die Technologie wurde ursprünglich an
der Universität von Miami entwickelt. Stealth Media lizenzierte
StealthChannel im Jahr 2001 von der Universität.
Stealth Media LabsEntfernung nicht möglich
StealthChannel ermöglicht es, Wasserzeichen direkt in die Audiodaten zu integrieren. Auch Zusatzinformationen wie Cover-Bilder und Texte über Künstler und Platte sollen sich damit einbinden lassen.
Insgesamt können 20 Kilobit an zusätzlichen Daten pro Sekunde mit dem Song gestreamt werden, ohne dabei die Filegröße zu verändern.
Die Methode fügt einen Binär-Code in das Stereo-Audiosignal ein, ohne dass es für den menschlichen Hörer wahrnehmbar ist. Da es in den Sound selbst eingebunden ist, können die Informationen nicht ohne drastische Veränderung des Audiosignals und somit herben Qualitätsverlust entfernt werden.
Keine Kompatibilitätsprobleme mit Hardware
Bisher hatten die Plattenfirmen bei den verwendeten
Kopierschutz-Technologien immer damit zu kämpfen, dass die damit
bestückten Medien nicht mehr von allen Geräten gelesen werden
konnten. Auch dieses Problem soll mit StealthChannel der
Vergangenheit angehören.
SunncommPersonalisierung entlarvt Raubkopierer
Als erstes Anwendungsgebiet soll der Kopierschutz auf Vorabexemplaren von CDs, die an Journalisten verteilt werden, zum Einsatz kommen.
Oft werden diese Promo-CDs gerippt und die Titel über das Internet verteilt, lange bevor das Album im Handel überhaupt erhältlich ist.
So sollen jedem Musiktitel dieser CDs Informationen über den Empfänger beigefügt werden, sodass aus eventuellen Kopien direkt der Schuldige ausgelesen werden kann.
Diese Methode ist auch bei legalen Downloads denkbar, über eine generierte Seriennummer könnte jeder Titel dem Käufer zugeordnet werden.
