"Intelligente" Sensoren beschützen Radler
In Wien wird ein Telematiksystem getestet, das Autofahrer beim Abbiegen über blinkende Bodenmarkierungen auf herannahende Radfahrer hinweist.
Verkehrstelematiksysteme finden immer öfter einen Einsatz auf Österreichs Straßen. In Wien wurde nun eine telematikgestützte Warnanlage in Betrieb genommen, die die Sicherheit von Radfahrern im Bereich von Straßenkreuzungen erhöhen soll. Vor allem an Kreuzungen und Radfahrerüberfahrten kommt es oft zu brenzligen Situationen.
Berührungslose Sensoren und Leuchtknöpfe
Die Anlage, die nun auf der Kreuzung Margaretenstraße/Paulanergasse [4. Bezirk] installiert wurde, soll Radler vor abbiegenden Autos schützen.
Das System besteht aus Markierungsleuchtknöpfen ["LaneLights"], einem berührungslosen Sensorsystem und einer "intelligenten" Steuerung.
Warnung für Autofahrer
Erkennen die Infrarot- und Radarsensoren einen herannahenden Radfahrer, leiten sie durch drahtlose Datenübertragung ein Signal an die Steuerungszentrale weiter. Diese aktiviert die parallel zur Radfahrerüberfahrt eingelassenen Bodenmarkierungsleuchten.
Die "LaneLights"-Markierungsleuchtknöpfe beginnen zu blinken und signalisieren so einem Autofahrer, der abbiegen will, dass sich ein Radfahrer nähert. Dadurch kann der Autofahrer entsprechend reagieren und gefährliche Situationen verhindern.
Das Projekt wurde gemeinsam von EBE Elektrotechnik, Swarco Futurit Verkehrssignalsysteme, ABC Consulting und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit realisiert und ist nun bis April 2007 im Probebetrieb.
