20.03.2003

2002 TIEFROT

Mobilcom weiter mit Milliardenverlust

Der angeschlagene Mobilfunkanbieter Mobilcom hat das vergangene Jahr mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Bei einem Umsatz von rund zwei Milliarden Euro summierte sich unter dem Strich ein Minus von 3,4 Milliarden Euro.

Das größte Loch in die Kasse haben demnach die Abschreibungen auf die UMTS-Lizenzen gerissen. Ohne die Wertberichtigungen hätte Mobilcom nach eigenen Angaben einen Verlust von 504 Millionen Euro ausgewiesen.

Weniger Filialen und Kunden

Nach dem Ausstieg aus dem UMTS-Geschäft und der Entschuldung durch Großaktionär France Telecom sollen unter anderem Personalabbau und Filialschließungen zur weiteren Sanierung des Unternehmens beitragen.

Allein seit Jahresbeginn wurden demnach 30 von einst 275 Mobilcom-Geschäften in Deutschland geschlossen.

Gesunken ist im Jahr 2002 auch die Zahl der Mobilfunkkunden des Unternehmens - von mehr als fünf auf knapp 4,8 Millionen.

Erklärt wird das mit der "Ausbuchung" von Kunden, die nicht telefoniert hätten, und dem begrenzten Budget für die Werbung neuer Kunden.