18.03.2003

IRAK-KRIEG

Keine Gefahr bei GPS-Ungenauigkeit

Der drohende Irak-Krieg könnte auch Auswirkungen auf die zivile Nutzung des vom US-Militär entwickelten Satelliten-Navigationssystem GPS [Global Positioning System] haben.

Trotz aller Zusicherungen der Amerikaner, man werde sicherstellen, dass das System jederzeit zur Verfügung steht, fürchten Experten weiterhin, dass die US-Armee bereits vor Beginn eines Krieges die GPS-Signale kodieren könnte.

Um die Position der eigenen Truppen zu verschleiern, könnte somit absichtlich eine künstliche Ungenauigkeit bei der Satellitenortung geschaffen werden.

Keine Gefahr bei Ungenauigkeit

Betroffen wären die Luftfahrt, Autofahrer, Segler und Wanderer. In der Praxis drohe aber keine Gefahr, erklärte der Technische Direktor des Christophorus-Flugrettungsvereins, Wolfgang Burger, weil auch die weniger genaue Positionsbestimmung ausreiche.

An ein Abschalten der Systems sei nicht zu denken, so Burger. Die Folge wäre, "dass die gesamte zivile US-Luftflotte am Boden bliebe". Ohne GPS könnten die Maschinen nicht mehr fliegen.

Eine Ungenauigkeit von rund 100 Metern stellt für die Luftfahrt in Europa jedoch kein Problem dar, so der Techniker. "Die Luftstraßen sind breit genug, die Landeinformationen stammen direkt vom Flughafen."

Zusätzlich unterstützt das "Map Matching" die Orientierung - dabei wird die Position mit einer Straßenkarte verglichen.

Einzig Autofahrer könnten durchaus im innerstädtischen Bereich einige Meter zu spät auf das Abbiegen hingewiesen werden.