BKA: Daten von DT-Mitarbeitern abgefragt
Kein Datenabgleich erfolgt
Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hat nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Daten von Mitarbeitern der Deutschen Telekom (DT) abgefragt. Auf der Suche nach versteckten islamistischen Terroristen, "Schläfern", wurde nach Angaben der Behörde vom Freitag folgendes Profil erfragt: "Männliches Geschlecht, Alter 18 - 40 Jahre. Zu berücksichtigen waren Datenbestände ab dem 1.10.1996." Es habe aber keinen Datenabgleich gegeben, deswegen seien auch die Betroffenen nicht informiert worden.
Diese Information hätte über das betroffene Unternehmen, also die DT, erfolgen müssen. Das BKA habe auch keine Rasterfahndung durchgeführt. "Das BKA war seinerzeit lediglich beauftragt, in seiner Funktion als Zentralstelle der Polizeien des Bundes und der Länder (§ 2 BKAG) unterstützend tätig zu werden."
Datensätze 2003 gelöscht
Zum Umfang der Daten, die die Telekom übermittelte, könnten keine Angaben mehr gemacht werden, die Datensätze seien 2003 gelöscht worden. Das BKA reagierte mit der Presseerklärung auf einen Zeitungsbericht, wonach das Amt 2001 Kundendaten von der Telekom bekommen haben sollte.
Das BKA unterschied die Zusammenarbeit 2001 von dem Diebstahl von Kundendaten bei der DT 2008. Im vergangenen Jahr hätten die Behörde und die DT gemeinsam überprüft, ob auch Daten verschwunden seien "von Mitgliedern der Verfassungsorgane des Bundes, deren Schutz dem BKA obliegt".
Die Recherche sei "in den Räumen der Deutschen Telekom AG in Bonn" erfolgt. Alle betroffenen Schutzpersonen seien über die Abfragemodalitäten informiert worden.
(dpa)
