Silicon Graphics soll verkauft werden
Rackable Systems übernimmt Unternehmensreste
Der US-Computergrafikpionier Silicon Graphics ist pleite und soll verkauft werden. Die verbliebenen Vermögenswerte des Unternehmens sollen für 25 Mio. Dollar (18,9 Mio. Euro) an den US-amerikanischen Rechnerspezialisten Rackable Systems gehen, wie Silicon Graphics am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte.
Das Anfang der 1980er Jahre von Stanford-Professor James Clark gegründete Unternehmen lieferte Hochleistungsrechner etwa für 3-D-Grafiken im Autodesign und für Animationen in Kinofilmen wie "Jurassic Park".
Hoher Aufstieg, schneller Sturz
Der Konzern mit Sitz in Sunnyvale hatte Mitte der 1990er Jahre zwischenzeitlich einen Marktwert von sieben Mrd. Dollar. Später aber machten ihm unter anderem zunehmend Konkurrenten durch immer mehr Grafikleistung auch in einfacheren Rechnern und gewöhnlichen PCs zu schaffen.
Nach mehreren Verlustjahren musste Silicon Graphics 2006 schon einmal Insolvenz anmelden. Nun brachen dem Unternehmen mit rund 1.200 Mitarbeitern nach eigenen Angaben hohe Schulden, der scharfe Wettbewerb und technische Schwierigkeiten das Genick.
(APA/dpa)
