Die "kreative Klasse" - ein Konstrukt?

Ö1
01.04.2009

"Digital.Leben" über die kreativen Arbeiter der Kulturindustrie

Kreativität gilt als Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Im Besonderen sagt man sie jenen "Einmannbetrieben" nach, die als Grafiker, Texter, Webdesigner oder in anderen Branchen der Kulturindustrie tätig sind. Wo sie arbeiten, entsteht häufig schnell ein hippes Umfeld mit Bars und Restaurants - und rasant steigenden Immobilienpreisen.

Regierungen beschwören die "kreative Klasse" als neues Hoffnungsgebiet, ohne Rücksicht darauf, wie viel Innovationskraft auch Menschen in auf den ersten Blick zutiefst bürgerlichen Berufen heutzutage abverlangt wird.

"Digital.Leben", 16.55 Uhr, Ö1. Die Radioserie ist auch gratis als Podcast abonnierbar:

Aber gibt es die „kreative Klasse“ wirklich? Oder ist der Begriff nicht vielmehr ein Euphemismus für prekär arbeitende Selbstverwirklicher, die im modernen Wirtschaftsgefüge kaum überleben können, aber als billige Zuliefereinheiten für große Betriebe dienen? Darüber diskutierten gestern bei der Veranstaltung „Creative Cities“ im Radiokulturhaus eine Reihe von ExpertInnen, darunter auch der Netztheoretiker Geert Lovink.

Mehr zum Thema:

~ Link: "Für Inhalte wird nichts bezahlt" (../../http://www.fuzo-archiv.at/?id=1503582v2) ~

~ Link: Creative Class - Denken nach dem Crash (../../http://www.fuzo-archiv.at/?id=1503567v2) ~

(Digital.Leben)