US-Musikindustrieverband RIAA vor Jobabbau
"Gegen harte wirtschaftliche Zeiten nicht immun"
Die Recording Industry Association of America (RIAA) plant offenbar einen massiven Jobabbau. Nach Informationen, die dem US-Branchenblog Hypebot vorliegen, sollen in nächste Woche mehrere Dutzend Mitarbeiter gekündigt werden. Die RIAA in seiner jetzigen Form werde möglicherweise schon am Dienstag Geschichte sein, zitiert Hypebot aus einem E-Mail eines Informanten, in dem von einem "Blutbad" bei dem Lobbyistenverband die Rede ist.
Eine RIAA-Sprecherin bestätigte vergangene Woche gegenüber dem Branchendienst Digital Music News Stellenstreichungen bei dem Interessensverband der Musikindustrie. Zahlen wollte sie jedoch keine nennen. Die Musik-Community sei gegen die harten wirtschaftlichen Zeiten nicht immun, so die Sprecherin.
Budgetkürzungen und Umstrukturierung
Laut bisher unbestätigten Informationen soll es bei der RIAA zu massiven Budgetkürzungen kommen. Auch ein Zusammengehen mit dem europäischen Pendant des Lobbyistenverbandes, der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), wird kolportiert.
Die RIAA hatte vor rund zwei Monaten bekanntgegeben, dass sie ihre seit 2003 andauernde Klagewelle gegen Internet-Nutzer, die urheberrechtlich geschützte Files im Netz tauschen, eingestellt habe. Stattdessen wolle man im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen mit Internet-Anbietern koopieren und bei wiederholten Verstößen Netzsperren erreichen, hieß es damals.
