Epson: Digitale Sucherkamera mit M-Bajonett

KAMERAS
27.02.2009

Neuauflage der R-D1

Der japanische Konzern Epson hat am Freitag die aktuellste Version eines seiner exotischeren Produkte vorgestellt: die digitale Sucherkamera R-D1xG mit einem Bajonett, das zu Leica-M-Objektiven kompatibel ist (EM-Bajonett). Epson hatte 2004 mit der R-D1 die erste digitale Sucherkamera vorgestellt, an der sich Objektive mit M-Bajonett ohne Modifikationen verwenden ließen - noch vor Leica selbst, das die erste digitale M erst 2006 auf den Markt brachten.

Aus der bisher nur auf Japanisch erschienenen Pressemitteilung gehen nur wenige Details hervor. Demnach soll das Gerät am 9. April auf den Markt kommen. Gegenüber den Vorgängern R-D1 und R-1Ds soll die interne Bildbearbeitung verbessert worden sein. Der Monitor auf der Rückseite ist nun mit 2,5 Zoll Diagonale etwas größer als bei den älteren Geräten. Außerdem unterstützt die R-D1xG nun SDHC-Karten bis zu einer Kapazität von 32 GB.

Kompatibel mit EU-Umweltschutzrichtlinie

An den ans analoge Zeitalter angelehnten Bedienelementen hat Epson nichts geändert. Auch beim Sensor scheint Epson wieder auf den in den älteren Geräten verwendeten APS-C-Sensor von Sony mit einer Auflösung von sechs Megapixel zurückgegriffen zu haben, wie die japanische Fachwebsite Digital Camera Watch am Freitag berichtete. Das Kameragehäuse wiegt 570 Gramm. Mit einer Akkuladung lassen sich bis zu 370 Aufnahmen machen. Die Akkus aus den älteren R-D1-Modellen lassen sich auch im neuen Gehäuse verwenden.

Das Gerät wird bestimmt auch in der EU auf den Markt kommen, da Epson in seiner Mitteilung darauf hinweist, dass die Produktion auf Kompatibilität mit der RoHS-Richtlinie der Union umgestellt worden sei. Den Preis gab das Unternehmen nicht bekannt, Digital Camera Watch schreibt von einer unverbindlichen Preisempfehlung für Japan in Höhe von 20.000 Yen (rund 1.600 Euro). Leicas M8.2 hat - unter anderem - eine höhere Auflösung (10,3 Megapixel) und einen größeren Sensor mit einem Verlängerungsfaktor von nur 1,33, kostet dafür aber auch rund 4.000 Euro.