Entlassungen bei Gateway und Applied
Der US-Computeranbieter Gateway will 1.900 Beschäftigte oder 17 Prozent seiner Gesamtbelegschaft entlassen.
Außerdem will Gateway im ersten Quartal 2003 insgesamt 80 Geschäfte schließen. Das hat Gateway am Montag nach Börsenschluss mitgeteilt.
Die Maßnahmen sollen 75 bis 80 Millionen USD kosten. Gateway will mit seinen Sparmaßnahmen die Kosten jährlich um mehr als 400 Millionen USD [377 Mio. Euro] senken.
Gateway befindet sich in harten Konkurrenzkämpfen mit Dell und Hewlett-Packard und leidet auch unter dem schwachen PC-Markt. Gateway erwartet unter Einschluss der Sonderkosten im ersten Quartal 2003 einen Verlust von 62 bis 66 Cent je Aktie. Gateway prognostizierte für den Dreimonatsabschnitt einen Umsatz von 820 bis 850 Millionen USD.
Gateway rechnet mit UmsatzeinbußenApplied entlässt
Applied Materials, der weltgrößte Anbieter von Produktionsanlagen für die Halbleiterhersteller, will unterdessen 2.000 Stellen streichen. Das sind 14 Prozent der weltweiten Belegschaft.
Es sind 1.400 Beschäftigte in Nordamerika betroffen. Die Mehrzahl wird bis Ende des zweiten Quartals ihre Jobs verlieren. Die restlichen 600 Stellen werden weltweit an anderen Standorten gestrichen.
Diese Arbeitskräfte werden bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres ihre Stellen verlieren, gab Applied Materials ebenfalls am Montag nach Börsenschluss bekannt.
Das Unternehmen will auch Betriebe konsolidieren. Es erwartet in den kommenden vier Quartalen Restrukturierungskosten von 425 Millionen USD und will mit den Maßnahmen jährlich 100 Millionen USD einsparen. Applied Materials will damit die Kostenstruktur der gegenwärtigen Geschäftslage anpassen.
