Microsoft rudert bei Abfindungen zurück
Gekündigte Mitarbeiter dürfen Geld behalten
Laut einer Mitteilung des US-Software-Konzerns Microsoft vom Montag (Ortszeit) dürfen einige Mitarbeiter, denen bei der Kündigung versehentlich zu hohe Abfindungen gezahlt wurde, diese nun behalten.
Im Rahmen der ersten 1.400 von rund 5.000 geplanten Kündigungen von Mitarbeitern hatte Microsoft Anfang des Jahres in 45 Fällen Abrechnungsfehler bei den zu zahlenden Abfindungen gemacht. 20 Mitarbeiter erhielten weniger Geld, als ihnen zustand - das ihnen mittlerweile zugesandt wurde -, und 25 bekamen zwischen 4.000 und 5.000 US-Dollar zu viel.
Briefe im Netz veröffentlicht
Um letztere Fälle hatte sich ein kleiner Skandal entwickelt, nachdem das US-Branchenweblog TechCrunch einen der Briefe an die besagten 25 Mitarbeiter veröffentlicht hatte, die Microsoft an diese geschickt hatte, um das zu viel gezahlte Geld zurückzufordern. Microsoft-Vizepersonalchefin Lisa Brimmel entschuldigte sich für den Berechnungsfehler, es habe Verwechslungen in den Personallisten gegeben. Es sehe nicht gut aus, wenn Redmond das Geld zurückfordere.
Microsoft führt derzeit die ersten Massenkündigungen in seiner Firmengeschichte durch. Das Unternehmen hat rund 94.000 Mitarbeiter. Der Konzern ist weiterhin sehr profitabel und verfügt über Barreserven von rund 21 Milliarden US-Dollar.
(AP/futurezone)
