18.03.2003

FLUGHAFEN

Bildquelle: PhotoDisc

"Elektronischer Hund" gegen Terroristen

Am Flughafen London Heathrow wurden gestern Tests für zwei neue Sicherheitssysteme gestartet. Verlaufen diese erfolgreich, sollen sie auf allen englischen Flughäfen installiert werden.

Das "Sentinel II"-Portal "beschnuppert" Passagiere beim Durchgehen auf Spuren von Sprengstoff und andere verbotene Stoffe, so der Flughafen-Betreiber BAA. Dazu wird Luft auf durchgehende Personen, die einige Momente verharren müssen, geblasen und anschließend innerhalb von Sekunden analysiert.

Die Maschine soll einige Dutzende Arten von Sprengstoff erkennen können und schlägt bei den kleinsten gefundenen Partikeln Alarm. Auch ein Einsatz als Drogenspürhund sei laut Herstellerfirma möglich, doch im Moment ist das zumindest in Heathrow nicht geplant.

3-D-Röntgen für Handgepäck

Daneben testet die BAA auch einen Röntgenapparat, mit dessen Hilfe die Sicherheitsleute eine dreidimensionale Ansicht der Gegenstände im Handgepäck erhalten sollen. Das bedienende Personal muss dazu eine spezielle Brille tragen, um die Gegenstände auch dreidimensional zu sehen.

"Die neuen Technologien bedeuten eine weitere Abschreckung für jene Personen, die mit bösen Absichten auf den Flughafen kommen", so BAA-Personaldirektor Ian Hutcheson.

Die Systeme sollen voraussichtlich auf Terminal eins des Flughafens getestet werden, wo jährlich 23 Millionen Passagiere abgefertigt werden.