Knappe Entlastung für Infineon-Management

AUFSICHTSRAT
12.02.2009

Aktionäre entlasten Aufsichtsratschef denkbar knapp

Die Infineon-Aktionäre haben das Management am Donnerstag nur knapp entlastet. Der Aufsichtsratsvorsitzende Max Dietrich Kley erzielte mit 50,03 Prozent Ja- und 49,97 Prozent Nein-Stimmen ein denkbar enges Ergebnis auf der Hauptversammlung in München.

Die restlichen Aufsichtsratsmitglieder wurden mit nur unwesentlich deutlicheren Mehrheiten zwischen 50,9 und 52,9 Prozent entlastet. Der Vorstand wurde mit 61 Prozent der Stimmen entlastet, 39 Prozent stimmten dagegen.

Eine Nichtentlastung hat keine direkten rechtlichen Konsequenzen, kommt aber einem massiven Misstrauensvotum gleich. Investoren und Aktionärsschützer hatten genau das gefordert. Sie gaben dem Management auf der Hauptversammlung die Schuld am Niedergang des Unternehmens, das seit seinem Börsengang vor neun Jahren 98 Prozent seines Aktienwerts eingebüßt hat.

Mehr zum Thema:

(APA/AP)