© Screenshot facebook.com; ORF.at , Ansicht des Facebook-Portals

Facebook-Vergleich für angeblich 65 Mio. Dollar

BERICHT
12.02.2009

Das Soziale Netzwerk Facebook hat sich die Beilegung eines Plagiatsvorwurfs gegen Firmengründer Mark Zuckerberg angeblich 65 Millionen Dollar kosten lassen. Die Summe gelangte durch die Panne bei einer Anwaltskanzlei an die Öffentlichkeit, Facebook kommentiert sie nicht.

Einem Bericht der kalifornischen Rechtspublikation "The Recorder" vom Mittwoch (Ortszeit) zufolge rühmt sich die Rechtsanwaltskanzlei Quinn Emanuel Urquhart Oliver and Hedges in einer Werbebroschüre, die Summe für ihre Mandanten erstritten zu haben, allerdings ohne Details zu nennen.

Ideen von ConnectU

Die Gründer des Netzwerk-Website ConnectU hatten Zuckerberg während der gemeinsamen Studienzeit in Harvard als Programmierer angeheuert. Er brach allerdings sein Studium ab und gründete Facebook.

Die ConnectU-Gründer warfen ihm später vor, ihre Ideen beim Aufbau seines Online-Netzwerks benutzt zu haben, und zogen 2004 vor Gericht. Die Klage wurde im Sommer vergangenen Jahres außergerichtlich beigelegt, der Betrag des Vergleichs sollte geheim bleiben.

Über 120 Millionen Mitglieder

Im Oktober 2007 stieg Microsoft für kolportierte 240 Mio. Dollar mit 1,6 Prozent bei Facebook ein. Auch Google hatte den Betreibern Berichten zufolge ein Angebot gemacht. Der Gesamtwert des Online-Netzwerks wird damals auf rund 15 Milliarden Dollar geschätzt.

Facebook war ursprünglich eine Website, auf der US-College-Studenten Freundschaften und Kontakte pflegen konnten. Die Site hat sich aber 2006 der Allgemeinheit geöffnet und zählt mittlerweile rund 120 Millionen Mitglieder.

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(dpa/AFP)