LG will 1,7 Milliarden Euro einsparen
Stellenabbau nicht ausgeschlossen
Der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics rechnet angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise 2008 mit einem Umsatzrückgang von 20 Prozent und will 1,7 Milliarden Euro (2,2 Mrd. Dollar) Kosten einsparen. Entlassungen seien bisher nicht geplant, würden in der Zukunft aber auch nicht ausgeschlossen, sagte Firmenchef Nam Yong am Montag.
Angesichts der Selbstverständnisses in Südkorea seien Stellenstreichungen kein leichter Schritt und LG werde das nur als letzten Ausweg in einem extremen Szenario in Betracht ziehen.
LG hat 82.000 Mitarbeiter, und viele andere Firmen wie etwa die japanische Sony haben wegen ähnlicher Probleme Stellenstreichungen angekündigt. In Südkorea sind Entlassungen im größeren Stil aber sehr selten. Zumeist versuchen die Firmen dort, die Zahl ihrer Mitarbeiter dadurch zu verringern, dass frei werdende Stellen nicht nachbesetzt oder den Beschäftigten Abfindungen angeboten werden.
LG stellt unter anderem Mobiltelefone und Fernsehgeräte her.
(Reuters)
