Google übertrifft die Erwartungen
Der Internet-Dienstleister Google hat im letzten Quartal weniger verdient als im Quartal davor - aber nicht wegen der Finanzkrise. Sonderbelastungen drückten den Nettogewinn auf 382 Millionen Dollar. Ohne diese liegt der Gewinn über den Erwartungen der Analysten. Auch der Umsatz stieg erneut.
Der führende Suchmaschinenbetreiber bezifferte sein Ergebnis ohne Sonderposten am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss auf 5,10 Dollar je Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 4,95 Dollar je Aktie gerechnet.
Google verwies auf ein weiterhin starkes Anzeigengeschäft im Internet. Unter dem Strich ging der Nettogewinn, unter anderem wegen eines Aktien-Vergütungsprogramms für die Mitarbeiter, auf 382 Millionen Dollar von 1,29 Milliarden Dollar im dritten Quartal des laufenden Finanzjahres zurück.
Auch Umsatz gestiegen
Den Gesamtumsatz konnte Google im vierten Quartal im Vorjahresvergleich um 18 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar steigern. Im Vergleich zum dritten Quartal stieg der Umsatz um drei Prozent. Bereinigt um Zahlungen an Partner (Traffic Acquisition Costs) lag der Umsatz bei 4,22 Milliarden Dollar.
Die bezahlten Klicks auf Suchanzeigen, ein Maßstab für die Einnahmen, stiegen erneut um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um zehn Prozent zum dritten Quartal.
Aktien sollen Mitarbeiter binden
Der Branchenprimus kündigte zudem ein neues Aktienangebot für seine Mitarbeiter an, mit dem der Verbleib beim Unternehmen belohnt werden soll. Den vorgelegten Zahlen zufolge verringerte Google in den drei Monaten bis zum Jahresende kaum die Zahl seiner Vollzeitmitarbeiter.
Die Google-Aktie legte im nachbörslichen Handel um 2,2 Prozent auf 313,21 Dollar zu, nachdem sie bereits zuvor dem negativen Tagestrend standgehalten und sich um 1,1 Prozent verteuert hatte.
Gegen den Trend
Google reiht sich mit seinem Ergebnis in die kleine Gruppe von Technologieunternehmen ein, die in der Rezession positiv überraschen: Auch Apple und IBM steigerten ihre Gewinne, während der US-Software-Riese Microsoft die Erwartungen enttäuschte und am Donnerstag den Abbau von 5.000 Stellen ankündigte.
(Reuters/AP/futurezone)
