"New York Times" verhandelt über Finanzspritze

KOLPORTIERT
18.01.2009

Mexikanischer Telekommagnat vor Einstieg

Die "New York Times" verhandelt laut einem Zeitungsbericht mit dem mexikanischen Telekommagnaten Carlos Slim über eine Finanzspritze. Der Zeitungskonzern könnte Slim stimmrechtlose Vorzugsaktien anbieten, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag in seiner Online-Ausgabe. Der Milliardär könnte einige hundert Millionen Dollar investieren, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Sinkende Werbeeinnahmen

Der "Times"-Konzern braucht frisches Geld, weil im Mai eine Kreditlinie über 400 Millionen Dollar (300 Mio. Euro) ausläuft. Angesichts hoher Kreditkosten in der aktuellen Finanzkrise sucht das Unternehmen nach anderen Geldquellen. Wie andere Zeitungsunternehmen kämpft die "New York Times" auch mit sinkenden Werbeeinnahmen.

Das Unternehmen überlegt unter anderem, seinen Anteil an dem erst vor kurzem gebauten Verlagsgebäude im Herzen New Yorks zu verkaufen, was 225 Millionen Dollar bringen könnte. Der von Stararchitekt Renzo Piano entworfene 52-stöckige Wolkenkratzer gehört dem "Times"-Konzern zu 58 Prozent.

Der 68-Jährige Slim ist einer der reichsten Menschen der Welt. Das Magazin "Forbes" sah ihn in der jüngsten Rangliste im Mai 2008 mit einem Vermögen von 60 Milliarden Dollar auf Platz zwei hinter dem legendären US-Investor Warren Buffett.

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(dpa)