Offene Set-Top-Boxen und Retro-Gaming
Am Sonntag im Netzkulturmagazin "matrix"
Experten sind sich darin einig, dass die Zukunft des Internet-Fernsehens im Wohnzimmer liegt. Die meisten Anbieter setzen für die Brücke zwischen Netz und TV auf proprietäre Set-Top-Boxen, die nur die Inhalte ihrer eigenen Online-Plattformen wiedergeben können.
Das Open-Source-Projekt Boxee hat einen anderen Weg eingeschlagen: Boxees Software wird von unzähligen Enthusiasten auf der ganzen Welt entwickelt. Das System läuft auf Linux-PCs, Macintosh-Computern und dem Apple-TV-Gerät. Und anstatt BitTorrent-Piraten mit Digital Rights Management und Nutzungsbeschränkungen auszusperren, rekrutiert Boxee sie als Multiplikatoren, die ihren Freunden neue Filme und Serien empfehlen und sie dabei ganz automatisch zur Nutzung legaler Online-Quellen ermuntern. Janko Röttgers sprach mit Boxee-Mitbegründer Dave Mathews am Rande einer Branchenkonferenz in Los Angeles.
Am Sonntag in "matrix"
Die Beiträge sind am Sonntag um 22.30 Uhr im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix" zu hören.
Retro-Gaming in New Hampshire
Spielhallen haben heutzutage Seltenheitswert, weil fast jeder Haushalt eine oder mehrere Game-Konsolen besitzt. Sogar in den Vergnügungsparks werden sie immer rarer. Dort gehen die Besucher traditionellerweise lieber Hochschaubahn oder Autodrom fahren und essen Zuckerwatte. Trotzdem existieren sie noch, die Spielhallen der alten Schule.
Robert Glashüttner hat eine davon besucht, nicht irgendeine x-beliebige, sondern die größte der Welt. Die steht nicht etwa in einer Großstadt oder einem bekannten Vergnügungspark, sondern mitten in den Wäldern von New Hampshire, nahe der kanadischen Grenze. Von alten Ballspielen aus den 1920er Jahren bis hin zu Minigolf und Bowlingbahnen fehlt es in "Funspot", so der Name der Spielhalle, an keiner verspielten Attraktion. Das Herzstück ist eine riesige Sammlung von alten Videospielautomaten aus den 70er und 80er Jahren.
(matrix)
