Polaroid-Digicam mit eingebautem Drucker
Sofortbild fürs Digitalzeitalter
Sofortbild-Pionier Polaroid hat am Donnerstag auf der Elektronikmesser CES in Las Vegas eine kompakte Digitalkamera mit eingebautem Drucker vorgestellt. Das Gerät mit dem Namen PoGo erlaubt es, die geschossenen Fotos per Knopfdruck binnen einer Minute im Gerät selbst ausdrucken zu lassen.
Die Fotos können auf PoGo direkt vor dem Ausdrucken bearbeitet werden. Dann werden sie im Format fünf mal sieben Zentimeter farbig gedruckt. In die nur etwa zwölf mal acht Zentimeter große und 300 Gramm schwere neue Kamera integriert ist ein Drucker mit der seit einem Jahr verfügbaren "Zero-Ink"-Technologie des Unternehmens Zink. Zink bietet ein Spezialpapier an, in dem Farbkristalle stecken, die durch gezielte Hitzeeinwirkung in der Kamera aktiviert werden. Die Zero-Ink-Technologie hat Polaroid bisher nur in einem kleinen Drucker eingesetzt, der für die mobile Ausgabe von Handyfotos gedacht war.
Hoher Energieverbrauch
Der Drucker in der Kamera funktioniert daher auch nur mit diesem Spezialpapier. Der Drucker verbraucht viel Energie. Mit einer Akkuladung lassen sich maximal 20 Fotos ausdrucken. Der Sensor der PoGo hat eine Auflösung von fünf Megapixel, was für den eingebauten Drucker aber reichen sollte. Auf ein optisches Zoom muss der PoGo-User verzichten. Als Massenspeicher verwendet die Kamera SD-Karten.
Die Kamera kommt ab März zunächst in den USA für 199 Dollar (145 Euro) auf den Markt. Auch in Europa soll das Gerät angeboten werden. Das Zero-Ink-Spezialpapier soll im Zehnerpack 4,99 US-Dollar kosten, für den 30er-Pack werden 12,99 Dollar fällig. Zu Startterminen und Preisen in der EU teilte Polaroid zunächst nichts mit. Das Unternehmen hat die Herstellung seiner analogen Sofortbildkameras und der zugehörigen Filme im vergangenen Jahr eingestellt.
(AFP/futurezone)
