Neues Geschäftsmodell für Programmierer
"Matrix" über iPhone-Software und das Internet der Zukunft
Wie bei allen Apple-Produkten bricht auch beim iPhone gleich ein Religionskrieg aus. Überteuert sei es, die Entwickler würden an die kurze Leine gelegt, und die Nutzer seien beim Herumbasteln am Gerät eingeschränkt. Die anderen strahlen übers ganze Gesicht, freuen sich über die einfache Bedienung und verhöhnen die Microsoft-User durch das Rezitieren unsinniger PC-Fehlermeldungen.
Anfangs konnte man mit dem iPhone wirklich nichts tun außer Telefonieren und Internet-Surfen. Außer man kannte jemanden, der es hackte. Nur so ließen sich zusätzliche Programme installieren. Dann zog Apple nach, eröffnete im Sommer des Vorjahrs einen eigenen Software-Store nur für das iPhone, und nun kann jeder User dort um zwei bis drei Euro oder auch gratis kleine Zusatzprogramme erwerben. Der App Store hat eingeschlagen, Google hat das Konzept des Stores für sein Android-Handy gleich kopiert. Janko Röttgers über iPhone-Software als Businessmodell.
Am Sonntag in Ö1
Diese Beiträge sind am Sonntag um 22.30 im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix" zu hören.
Future Communication: Das Internet der Zukunft
77 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass im Jahr 2020 das Handy zum Dreh- und Angelpunkt für die Nutzung des Internets geworden sein wird. Über 1.000 Experten wurden vom Pew Internet und American Life Project zur Zukunft des Internets befragt. 64 Prozent der Experten glauben, dass wir Maus und Tastaturen im Jahr 2020 entsorgt haben werden, die Zukunft liege in Sprach- und Touch-Technologien. Die bestehende Netzarchitektur werde hingegen im Jahr 2020 noch bestehen, bis dahin werde es nichts mit einem komplett neuen Netz der nächsten Generation.
In Österreich sieht man das ein wenig anders. An der Universität Wien wurde eine Stiftungsprofessur zur Zukunft des Internets eingerichtet und mit Kurt Tutschku besetzt. Der gebürtige Deutsche setzt sich mit neuen Basistechnologien, der Selbstorganisation, Virtualisierung sowie Leistungsbewertung von Telekommunikationsnetzwerken auseinander. Seine Einschätzung von der Zukunft des Internets erläutert Tutschku im Gespräch mit Wolfgang Ritschl.
(matrix)
