Microsofts Ideen zur Abonutzung von PCs

SKALIERUNG
30.12.2008

Das US-Patentamt (USPTO) hat einen Patentantrag von Microsoft veröffentlicht, in dem der Software-Hersteller eine Abonutzung für einzelne Hard- und Software-Komponenten vorschlägt.

Dabei geht es um die skalierbare Nutzung der einzelnen Komponenten, die sich den jeweils aktuellen Bedürfnissen des Anwenders anpassen sollen und dann extra bezahlt werden müssen.

Während beispielsweise die Nutzung eines PCs fürs Surfen im Internet kostenlos beziehungsweise kostengünstig ist, könnten für größere Anforderungen wie Online-Games mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, die dann aber extra kosten.

Das Modell könnte laut Antrag auf Hardware-Komponenten wie Prozessor, Arbeitsspeicher oder Grafikkarte und Software wie Textbearbeitungsprogramme, E-Mail oder Datenbanken angewendet werden, die dann etwa als Bundle für diverse Aufgaben nutzbar sind.

Laut Arstechnica wurde der Patentantrag, der am 21. Juni 2007 eingereicht wurde, abgewiesen.

Der Patent-Antrag 20080319910

"SIM"-Lock als Voraussetzung

Voraussetzung ist allerdings wie bei Handys eine Art SIM-Lock für bestimmte Anbieter, die die Rechner im Gegenzug billiger oder gratis abgeben und dann laufende Abo-Gebühren verlangen könnten. In Summe, gibt Microsoft in seinem Antrag zu, könnten bei dem Modell für den Nutzer selbst höhere Kosten anfallen als bisher.

Vorteile sieht der Hersteller vor allem für die Anbieter, die so sehr leistungsfähige, aber damit meist auch deutlich teurere, Computer an den Käufer bringen könnten und zudem an den laufenden Abokosten verdienen.

Der Nutzer würde seinerseits vom längeren Lebenszyklus des Computers und dessen größeren Leistungsfähigkeit profitieren, so das Argument.

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