Gewinner und Verlierer 2008
Ein Rückblick auf den deutschen Markt der Unterhaltungselektronik zeigt: Deutliche Absatzsteigerungen hat es bei LCD-Fernseher und Notebooks gegeben. Mit starken Rückgängen haben die Telekommunikationsbranche und der Fotomarkt zu kämpfen.
LCD-Fernseher und Notebooks sind nach Angaben der deutschen Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) die großen Renner auf dem Markt für Unterhaltungselektronik. "Generell ist in Zukunft Mobilität ein großes Thema, egal ob es um Notebooks, Navigation, digitale Kameras oder Handys geht", sagte gfu-Sprecher Roland Stehle der Nachrichtenagentur AP.
Sichtbarer Ausdruck dafür sei, dass man heuer eine deutliche Absatzsteigerung bei Notebooks erwarte. Der deutsche Branchenverband Bitkom prognostiziert bis zu 7,2 Millionen verkaufte Geräte. Daneben konnten vor allem LCD-Fernseher bei den Konsumenten punkten, hieß es weiter. Insgesamt würden in diesem Jahr voraussichtlich 5,3 bis 5,4 Millionen dieser Geräte verkauft, hinzu kämen etwa 670.000 Fernseher mit Plasmabildschirmen.
Minus 55 bei Röhren-TV
Röhrenfernseher waren mit einem Minus von etwa 55 Prozent auf nur noch rund verkaufte 650.000 Geräte die großen Verlierer des neuen Fernsehtrends. Auch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sieht in den LCD-Fernsehern den wichtigsten Wachstumstreiber in der Unterhaltungselektronik. Sie machten laut GfK in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres fast die Hälfte des Umsatzes aus, der seit Jahresbeginn 7,3 Milliarden Euro betrug.
Spielkonsolen gewinnen abermals
Erneut zu den Gewinnern zählen die Spielekonsolen. Erwartet wird, dass heuer vier bis fünf Millionen Stück über die Ladentische gehen werden. Hinzu kommen noch einmal etwa 31 Millionen Software-Produkte für die Konsolen. Bitkom rechnet mit einem Gesamtumsatz von 2,6 Milliarden Euro beim Verkauf von Spielekonsolen sowie Spielen für diese Geräte und PCs. Das würde einem Umsatzplus von 13 Prozent entsprechen.
Rückgänge bei Telekom und Foto
Starke Rückgänge musste dagegen die Telekommunikationsbranche hinnehmen. Ihr Umsatz wird voraussichtlich um etwa 15 Prozent sinken. Dem stehen jedoch nach wie vor große Stückzahlen gegenüber, die abgesetzt werden konnten: Auf etwa 22 Millionen Einheiten schätzt die gfu den Markt für 2008.
Umsatzeinbußen verzeichnete auch der Fotomarkt. Insbesondere der Preisverfall bei digitalen Spiegelreflexkameras bescherte der Branche ein Umsatzminus von 1,6 Prozent in den ersten neun Monaten des Jahres, in denen 1,8 Milliarden Euro Umsatz erzielt wurden.
(APA/AP)
