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Breitbandförderung für heimische KMUs

GELD
17.12.2008

Rund fünf Millionen Euro stehen heimischen Unternehmen im Rahmen des Förderprogramms AT:net für innovative Breitbandprojekte zur Verfügung. Einreichungen für den derzeit laufenden dritten Call werden noch bis Mitte Jänner angenommen.

Am Mittwoch luden die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und das Bundesministerium für Verkehr, Infrastruktur und Technologie (BMVIT) zum Informationstag für das Breitbandförderungsprogramm "austrian electronic network", kurz AT:net, das sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) richtet. Unter dem Motto "Mehr Bandbreite für Breitband" läuft die Ausschreibung bereits im dritten Call, Anträge können noch bis 19. Jänner eingebracht werden.

Die Einreichungen für den derzeit laufenden dritten Call können noch bis 19. Jänner eingebracht werden. Antragsteller können ihren acht Seiten langen Projektantrag mit dem E-Call auf elektronischem Weg einreichen.

Alfred Ruzicka, Programmverantwortlicher im Ministerium, erklärte das Ziel des Programms so: "AT:net soll die Internet-Nutzung ankurbeln, indem die Markteinführung neuer Anwendungen gefördert wird." Förderbare Themen reichen dabei von E-Government, E-Health, E-Inclusion, E-Learning über Infrastruktur, innovative Zugangstechnologien bis zu Sicherheit und Verkehr.

Bis zu 200.000 Euro werden dabei pro Projekt zugewiesen, das Jahresbudget der Initiative beträgt fünf Mio. Euro. Als Anforderung an Ansuchende sieht Ruzicka im besten Fall ein fertiges Forschungsprojekt oder einen vollständigen Prototyp ohne wesentliche technische Hürden. Der Fokus der Förderung liegt darauf, Innovationen tatsächlich zum Markteintritt zu verhelfen. Stellt sich damit ein nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg ein, wird die Förderung zurückverlangt.

AT:net ist eine Weiterführung der 2003 begonnen Breitbandinitiative des BMVIT, deren Hauptziel es ist, Österreich nachhaltig einen Spitzenplatz in der IKT zu sichern.

"Wir wollen Ergebnisse, die nachhaltig etwas im Breitbandmarkt bewirken", sagte FFG-Programmmanager Jan-Martin Freese. In den ersten beiden Calls habe es im Schnitt rund 40 Einreichungen gegeben, so Freese im Gespräch mit ORF.at. Rund 15 Prozent davon würden im Endeffekt auch gefördert. Die Entscheidung darüber fällt die zuständige Bundesministerin Doris Bures (SPÖ), im Vorfeld beurteilen unabhängige Evaluatoren aus Forschung, Behörden und Wirtschaft die Einreichungen.

Dem Förderprogramm stehen nach der ursprünglichen Budgetierung von 2007 bis 2010 für insgesamt fünf Calls 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen. "Wir hoffen aber, dass es mehr wird", betonte Ruzicka im Hinblick auf die im Konjunkturprogramm der Regierung versprochenen zehn Mio. Euro für den Breitbandausbau. Generell sei es für Österreich wichtig, bei der Nutzung aufzuholen. Auf die Frage, woher denn die Investitionen in die Next Generation Networks (NGN) kommen sollen, sagte Ruzicka gegenüber ORF.at: "Das ist natürlich auch ein politisches Thema, aber vorrangig ist hier die Privatindustrie gefordert."

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(futurezone/Nayla Haddad)