Konfusion um Googles Netzneutralität
Der Suchmaschinenbetreiber Google hat sich am Montag gegen einen Bericht des "Wall Street Journal" gewehrt, in dem seine Einstellung zum Thema Netzneutralität infrage gestellt wird.
Die Zeitung hatte ungenannte Quellen zitiert, die behaupteten, Google führe mit den großen US-Telekomfirmen Gespräche über die Prioriserung des Google-Traffics in deren Netzen.
Ein solcher Ansatz wäre klar gegen die Prinzipien der Netzneutralität, die gleiche Behandlung für alle Teilnehmer vorsieht. Auch die US-Kommunikationsbehörde FCC unterstützt dieses Prinzip und hatte im Vorjahr den Betreiber Comcast sanktioniert, weil er P2P-Nutzern den Internet-Zugang verlangsamt hatte.
"Edge-Server" für mehr Speed
Google nannte den Bericht des "Wall Street Journal" am Montag "konfus". Laut Richard Whitt, Googles Telekomberater in Washington, habe die Zeitung offenbar Googles Angebot missverstanden, "Edge-Server" innerhalb der Netzwerke der Betreiber zu installieren. Diese speichern oft abgefragten Content wie etwa YouTube-Videos lokal, um quasi den Übertragungsweg zu verringern.
Dieser Ansatz soll den Traffic verringern und die Reaktionszeiten erhöhen und wird generell nicht als Angriff auf die Netzneutralität ausgelegt.
"Google bleibt dem Prinzip der Netzneutralität verbunden und wir werden auch in Zukunft alles daransetzen, das Internet frei und offen zu halten", so Whitt in seinem Blog.
(AP)
