Sony BMG zahlt für Kinderdatenskandal

URTEIL
12.12.2008

Geldstrafe für Datensammlung von Minderjährigen

Der Musikkonzern Sony BMG wurde wegen der massenhaften Speicherung der Daten von Minderjährigen zu einer Strafe verurteilt. Das Unternehmen zahle eine Million Dollar (rund 750.000 Euro), weil es im Internet die Daten Tausender Nutzer unter zwölf Jahren gesammelt und verbreitet hatte, teilte die US-Verbraucherschutzbehörde FTC am Donnerstag mit.

Sony BMG soll auf knapp 200 Seiten bewusst die Informationen von rund 30.000 Nutzern unter zwölf Jahren gesammelt haben. Diese Kinder hatten sich auf den Seiten angemeldet, um in Fanforen diskutieren zu können. Laut Verbraucherschutzbehörde hätten die Eltern einer solchen Anmeldung zustimmen müssen.

Sony BMG, eine Tochter des US-Zweigs von Sony, hat Zugriff auf über tausend Websites jener Sänger, die das Unternehmen unter Vertrag hat. Viele der Künstler sind besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt.

Mehr zum Thema:

(AFP)