24-Megapixel-DSLR von Nikon
Der japanische Kamerahersteller Nikon hat am Montag seine digitale Spiegelreflexkamera D3X mit hochauflösendem Vollformatsensor (FX) vorgestellt. In Österreich verzeichnete das Unternehmen heuer zweistellige Zuwächse und erwartet auch für 2009 ein Absatzplus.
Bereits vergangene Woche war durchgesickert, dass Nikon am Montag seine lang erwartete digitale Spiegelreflexkamera mit hochauflösendem Vollformatsensor (FX) vorstellen würde.
Die Nikon D3X, die in direkter Konkurrenz zu Canons Eos 1 Ds Mark III und Sonys A900 steht, ist um einen CMOS-Sensor mit 24,5 Megapixel Auflösung herumgebaut. Nikon sieht das Gerät als "Vorstoß auf das Terrain der Mittelformatfotografie".
Wie das Topmodell von Canon bietet die Nikon eine Echtzeit-Bildvorschau (Live View). Diese fehlt bei der A900. Anders als die auf die Bedürfnisse von Fotojournalisten optimierten Modelle D3 und D700, deren Empfindlichkeit sich bis ISO 25.600 einstellen lässt, hat die D3X mit ihrer mehr als doppelt so hohen Auflösung "nur" einen erweiterten Empfindlichkeitsbereich von ISO 50 bis 6.400.
Vorbild D3
Im Serienbildmodus schafft sie wie Sonys A900 fünf Bilder pro Sekunde (RAW). Anders als diese verfügt die D3X über einen 14-Bit-Bildwandler. Der Verschluss ist, wie in allen Nikon-Profimodellen, auf 300.000 Auslösungen spezifiziert, das AF-Modul ist mit dem in der D3 identisch. Wie die D3 verfügt auch die D3X praktischerweise über zwei Steckplätze für CF-Speicherkarten.
Die D3X soll ab dem 19. Dezember 2008 zum Listenpreis von 6.999 Euro zu haben sein. Die Sony A900, die mit einem sehr ähnlichen Sensor ausgestattet ist, kostet derzeit um die 2.500 Euro, die Eos 1 Ds Mark III rund 6.500 Euro.
Nikon mit Österreich-Geschäft zufrieden
Nikon verzeichnete in Österreich in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres zweistellige Umsatz- und Mengenzuwächse. "Die Rezession spiegelt sich derzeit bei Nikon nicht wider", sagte Nikon-Österreich-Geschäftsführer Wolfgang Lutkzy bei einem Pressegespräch am Montag. Lutzky erwartet auch für 2009 sowohl auf dem Spiegelreflexkamera- als auch auf dem Profisektor weitere Wachstumsraten.
Allein in den Monaten September und Oktober 2008 verkaufte Nikon um rund elf Prozent mehr Kameras als im Vorjahr, das entspricht einem Umsatzzuwachs von fünf Prozent. Insgesamt stieg der Absatz bei Spiegelreflexkameras mengenmäßig zwischen 20 und 40 Prozent, die Entwicklung auf dem Profisektor sei vergleichbar, sagte Lutzky. In Österreich halte der japanische Kamerahersteller auf dem Profisektor derzeit einen Marktanteil von 49,6 Prozent vor Canon (37,2) und Olympus (11,7 Prozent).
(futurezone/APA)
