E-Inclusion-Konferenz in Wien eröffnet

AUSTAUSCH
30.11.2008

Noch bis Dienstag diskutieren rund 1.200 Delegierte im Rahmen einer EU-Konferenz zum Thema digitale Integration in Wien darüber, wie die Internet-Nutzung in Europa erhöht werden kann.

Untere soziale Schichten, Senioren sowie Menschen mit Behinderung - viele von ihnen zeigen kein Interesse an der Informationsgesellschaft oder es bleibt ihnen der Zugang versagt. Jetzt will man diese Menschen an Bord und ins Internet bringen, hieß es am Sonntag zum Auftakt der E-Inclusion-EU-Ministerkonferenz in Wien. Bis Dienstag diskutieren rund 1.200 Delegierte über entsprechende Programme und Möglichkeiten.

Viele nutzen Internet nicht

Die Veranstaltung bildet den Abschluss einer Konferenzreihe, die 2006 unter der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft in Riga/Lettland begonnen hatte. Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) nehmen einen zentralen Platz im Leben ein. Doch 30 bis 40 Prozent der Europäer beherrschen diese vierte Kulturtechnik nicht und verzichten so auf die dadurch offerierten Vorteile. Auch 35 Prozent der Österreicher nutzen das Internet nicht.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Etwa geringes Einkommen, niedriger Bildungsstandard, kulturelle oder örtliche Isolation sowie ein fortgeschrittenes Alter. Damit auch Personen mit Behinderung das Netz nutzen können, braucht es frei zugängliche Websites. Doch europaweit sind erst fünf Prozent barrierefrei.

Ziel ist integrative Informationsgesellschaft

E-Inclusion soll dem Ausschluss entgegenwirken. Das Ziel ist eine integrative Informationsgesellschaft - eine Informationsgesellschaft für alle Menschen. Die zahlreichen Veranstaltungen, Projekte, Studien und bewusstseinsbildende Aktionen, die während des Jahres 2008 überall in Europa stattfanden, um zu diesem Ziel beizutragen, werden nun im Rahmen der Wiener Konferenz präsentiert.

Erstmals sollen die E-Inclusion-Awards zur Anerkennung von IKT-Spitzenleistungen und bei der Bekämpfung von sozialer und digitaler Benachteiligung vergeben. Aus 35 Preisanwärtern werden sieben Gewinner ausgewählt, die im Wiener Rathaus geehrt werden.

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(APA)