Steuerfreiheit für Mozilla infrage gestellt
Mozilla, die Organisation hinter dem freien Firefox-Browser, hat für 2007 eine zufriedenstellende Bilanz vorgelegt. Die US-Steuerbehörden prüfen derzeit aber den Non-Profit-Status des Vereins.
Am Mittwoch präsentierte Mozilla-Chefstrategin Mitchell Baker Bilanzzzahlen für 2007. Die Mozilla Foundation und die Mozilla Corporation setzten im vergangenen Jahr gemeinsam 75 Mio. Dolllar um, das waren zwölf Prozent mehr als im Vorjahr (67 Mio. Dollar).
Der Großteil dieser Einnahmen, nämlich 88 Prozent, stammte laut Baker aus dem Such-Deal mit Google, der auf weitere drei Jahre verlängert wurde. Weitere Einnahmequellen waren der Mozilla Store, die öffentliche Hand und Zinsen aus Investitionen.
Die Zahl der regelmäßigen Firefox-Nutzer habe sich 2007 auf 48,9 Millionen gesteigert. Im Oktober 2008 sei bereits ein Wert von 67,7 Mio. erreicht worden.
Mitchell Bakers Blog
Die Mozilla-Ausgaben beliefen sich 2007 auf 33 Mio. Dollar und wurden laut Baker vor allem für Manpower und Infrastruktur benötigt. Bis Ende 2007 wurden demnach 150 Menschen weltweit für ihre Arbeit bezahlt.
Steuerbehörde prüft Non-Profit-Status
Baker betont in ihrem Blog-Eintrag auch, dass die Mozilla Foundation 2005 einen "Steuerreservefonds" eingerichtet habe für den Fall, dass die US-Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) die Google-Einahmen der Fourndation im Nachhinein für steuerpflichtig erklären sollte. Tatsächlich prüfe die IRS nun diese Fragestellung neu. Mozilla könne aber derzeit nicht einschätzen, wie lange eine Entscheidung auf sich warten lasse.
Als Non-Profit-Organisation war Mozilla bisher steuerfrei gestellt. Sollte die Foundation diesen Status verlieren, würde sie künftig wohl als private Stiftung geführt werden.
Alles in allem sieht sich Mozilla aber finanziell und strukturell gut aufgestellt und vorerst auch durch die Finanzkrise nicht weiter beeinträchtigt. Immun sei man aber laut Baker natürlich nicht.
