Interpol fahndet auch auf Facebook & Co.
Ermittlungen in Sozialen Netzwerken
Auf der Suche nach Kriminellen durchforstet die internationale Polizeiorganisation Interpol im Internet verstärkt Social-Networking-Sites wie Facebook und auch die Videoplattform YouTube.
Selbst Dienste, bei denen private Fotos anderen Internet-Nutzern zugänglich gemacht würden, seien für die Fahndungsbehörden interessant, erklärten Delegierte zum Auftakt einer Interpol-Konferenz im südafrikanischen Johannesburg.
An der am Dienstag eröffneten dreitägigen Konferenz in Johannesburg nehmen 170 Polizeidelegationen aus 70 Ländern teil.
Neue Möglichkeiten
"Soziale Netzwerke verändern die Art des Umgangs der Menschen miteinander, was auch den Ermittlern viele Möglichkeiten eröffnet. (...) Es gibt keinen Grund, warum Ermittler nicht aus der gleichen Quelle schöpfen sollten", sagte Interpol-Generalsekretär Ronald Noble nach Angaben der südafrikanischen Zeitung "Business Day".
Zurzeit stünden 15.000 Menschen auf der Interpol-Fahndungsliste. Seit Jahresbeginn wurden laut Interpol 600 steckbrieflich gesuchte Kriminelle gefasst.
(dpa)
