HP kann beim Umsatz kräftig zulegen
Der PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) hat in seinem Schlussquartal deutlich besser abgeschnitten als erwartet und blickt positiv in die Zukunft.
HP profitiere von seiner weltweiten Aufstellung, der breit gefächerten Kundschaft und Kostensenkungen, teilte der Konzern am Dienstag mit.
HP erwartet allerdings Belastungen durch die Wirtschaftskrise und den wieder stärkeren Dollar. Die Aktie schoss in die Höhe und zog andere Technologiewerte mit nach oben.
19 Prozent mehr Umsatz
Der Umsatz des Konzerns kletterte vorläufigen Zahlen zufolge im Ende Oktober abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 19 Prozent auf 33,6 Milliarden Dollar (26,2 Mrd Euro), das sind 500 Millionen mehr als von Analysten erwartet. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,84 Dollar, wie HP am Dienstag mitteilte.
Die Aktie legte zum Handelsstart in New York um fast 15 Prozent auf rund 33,45 Dollar zu. Nach den überraschend vorgelegten vorläufigen Zahlen will HP seine komplette Bilanz für das Geschäftsjahr 2008 wie geplant am kommenden Montag (24.11.) präsentieren.
HP streicht nach der Übernahme des IT-Dienstleisters Electronic Data Systems (EDS) im Sommer gerade weltweit fast 25.000 Stellen. In Deutschland fallen binnen der nächsten zwei Jahre 1.400 Jobs weg. Für HP arbeiten in Deutschland bisher 8.500 und für EDS weitere 4.200 Beschäftigte.
Dell gibt Zahlen am Donnerstag bekannt
HP-Wettbewerber Dell gibt seine Ergebnisse bereits an diesem Donnerstag bekannt. Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel hatte erst Ende vergangener Woche wegen schlechter Aussichten der Computerbranche überraschend seine Umsatzprognose für den Rest des Jahres massiv gesenkt.
Für das laufende Geschäftsjahr 2009 rechnet HP nun mit einem Umsatz zwischen 127,5 und 130 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 3,88 bis 4,03 Dollar. Im ersten Geschäftsquartal rechnet HP mit einem Umsatz zwischen 32 und 32,5 Milliarden Dollar sowie einem Ergebnis je Aktie von 0,80 bis 0,82 Dollar.
Aus der aktuellen Wirtschaftskrise werde HP gestärkt hervorgehen, erklärte Konzernchef Mark Hurd.
(Reuters/dpa)
