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Fünf Millionen Euro für IKT-Projekte

stiftung
18.11.2008

Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) hat am Dienstag die Sieger der aktuellen Ausschreibung bekanntgegeben.

Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) werden zwölf der eingereichten 50 Projekte mit insgesamt fünf Mio. Euro gefördert.

Präsentiert wurden die Vorhaben am Dienstag von WWTF-Präsident und Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und WWTF-Vize Bernhard Görg. Das Spektrum der Siegerkonzepte reicht vom Zusammenspiel vernetzter Kamerasysteme bei der Videoüberwachung bis hin zu optimierten Bildverarbeitungstechniken für 3-D-Fernsehen.

Besonders angetan hat es Häupl ein Projekt, das mittels einer verbesserten Funknetzversorgung für Mobiltelefone dafür sorgen könnte, dass die Handymasten dereinst ganz aus dem Stadtbild verschwinden.

Fokus auf Grundlagenforschung

Mit den Fördermitteln werden nun 40 Stellen für Doktoranden und Postdocs auf durchschnittlich drei Jahre geschaffen. Ziel der IKT-Ausschreibung sei primär die Förderung von Grundlagenforschung gewesen. Die Auftrags- und angewandte Forschung seien bereits gut entwickelt in Wien, hieß es am Dienstag.

Derzeit zähle die IKT-Branche in Wien rund 5.500 Unternehmen mit 65.000 Beschäftigten. Und die Informations- und Kommunikationstechnologie gewinne weiter an Bedeutung angesichts der Durchdringung praktisch aller Lebensbereiche mit dieser Querschnittstechnologie, betonte Fondsgeschäftsführer Michael Stampfer.

Geld aus Privatstiftung

Die Gelder des WWTF kommen aus der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten, ehemals Anteilsverwaltung Zentralsparkasse (AVZ), deren Erträge gemeinnützig verwendet werden. Der Fonds erhält von der Privatstiftung zwei Drittel ihres Überschusses nach Steuern. Sein Jahresbudget bewegt sich demnach bei sieben bis zehn Mio. Euro.

"Es ist die Quelle nicht am Versiegen", beruhigte Häupl angesichts der aktuellen Finanzmarktkrise. Das Portfolio der Stiftung sei breit aufgestellt. Im Gegenteil versuche man künftig, weiteres Geld von gemeinnützigen Privatstiftungen zu lukrieren.

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(APA)