Premiere mit neuem Verschlüsselungssystem

pay-tv
10.11.2008

Der Bezahlsender Premiere hat nach eigenen Angaben die Umstellung auf ein neues und "sichereres" Verschlüsselungssystem abgeschlossen.

"Alle Smartcards für den Einsatz der neuen Verschlüsselungssysteme von Nagravision und NDS Videoguard sind getauscht worden", teilte der Sender am Montag in einer Aussendung mit.

Das heißt, das Schwarzsehen des Pay-TV-Senders sollte ab sofort nicht mehr möglich sein - betroffen sind auch die beiden ORF-Programme, sofern sie bisher ohne gültige Smartcard über die Premiere-Plattform empfangen werden konnten.

Gehackte Boxen unbrauchbar

Der ORF rät jenen, die die Programme mittlerweile nicht mehr empfangen können, zum Umstieg auf einen ORF-tauglichen Receiver mit freigeschalteter ORF Digital-Satkarte, beziehungsweise kann man sich als Premiere-Kunde für eine entsprechende Premiere-Karte anmelden.

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Sämtliche modifizierten Digitalreceiver und unerlaubten Geräte für den illegalen Empfang von Premiere "sind nicht mehr zu gebrauchen", so Premiere. Jene Zuseher, die Premiere und die ORF-Programme "offiziell" empfangen, sind von der Umstellung nicht betroffen.

"Der Empfang der ORF-Programme über die Premiere-Smartcard ist auch nach der Umstellung auf die neuen Verschlüsselungssysteme Nagravision und NDS Videoguard problemlos möglich", so Premiere-Austria-Pressesprecher Alexander Winheim.

Laut Schätzungen des ORF sind mittlerweile rund 150.000 gehackte Empfangsboxen im Umlauf. Diese können von den Zusehern auch unwissentlich im Handel und im Internet erworben worden sein. Mit diesen Receivern war bisher - mit der entsprechenden Software - der Empfang von Premiere und ORF1 und ORF2 auch ohne die eigentlich notwendige Smartcard möglich.

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(APA)