Google-CEO: Mehr Kontrolle für den Nutzer

12.11.2006

Google-CEO Eric Schmidt möchte den Nutzern der zahlreichen Online-Dienste seiner Firma etwas mehr Kontrolle über ihre eigenen Daten geben. Zum Beispiel arbeite Google an einer Exportfunktion für Gmail.

Wie Schmidt am Samstag auf einer Veranstaltung italienischer Studentengruppen an der Stanford-Universität in San Francisco sagte, arbeite Google derzeit an Funktionen, die es seinen Nutzern erlauben sollen, die auf den Google-Servern gespeicherten Informationen auch von dort wieder herunterzubekommen.

Schmidt erwähnte eine Exportfunktion für Gmail sowie eine Option, mit der sich die eigenen Suchverläufe lokal abspeichern lassen. Diese Daten stünden dann auch zum Import in andere Systeme zur Verfügung, sagte der Google-CEO.

Schneller als die Regulierer

Schmidt möchte damit wohl den zunehmenden Bedenken hinsichtlich der Übermacht seines Unternehmens entgegentreten und vor allem eventuellen Regulierungsversuchen von Regierungen zuvorkommen. "Daten sollten niemals in Geiselhaft genommen werden. Wir müssen uns schon jetzt um dieses Thema kümmern, bevor Gesetze das regeln", sagte Schmidt.

"Wir wollen es so machen, wie im Telefonmarkt, wo Sie Ihre Nummer behalten können", gab Schmidt der Presse anlässlich einer anderen Konferenz vergangene Woche zu Protokoll.

Werbesubventionierte Handys

Google experimentiere außerdem mit Werbediensten für Mobilfunk. Schmidt sagte, seine Firma habe in Japan bereits einige Mobilfunkunternehmen als Partner gewinnen können. Er stellte auch in Aussicht, dass Mobiltelefone in Zukunft durch Werbung quersubventioniert werden könnten, sodass der Kunde sie gratis bekomme. Google selbst habe allerdings keine Absichten, Telefone gratis zu verteilen.

In den letzten Wochen hatte Google angekündigt, in die Zeitungs- und Radiowerbemärkte einsteigen zu wollen.

(Reuters | futurezone)