Zwei Enron-Mitarbeiter angeklagt
Zwei Mitarbeiter der Breitband-Telekom-Sparte des zusammengebrochenen US-Energiehändlers Enron sind des Betrugs bezichtigt worden.
Kevin Howard und Michael Krautz werden in einem Gericht in Houston Wertpapierbetrug, Verschwörung und Falschaussagen bei der Bundespolizei FBI vorgeworfen.
Ihnen drohen Gefängnisstrafen von bis zu 25 Jahren und sonstige Strafen. Sie wurden gegen Kaution von jeweils 500.000 USD auf freien Fuß gesetzt.
Sie sollen 111 Mio. USD an Gewinnen aus einem Video-Joint-Venture mit dem Videoverleiher Blockbuster verbucht haben. Dieses sei jedoch bereits nach einigen Monaten geplatzt und habe nie mehr als einige tausend USD Umsatz gebracht. Die beiden Beschuldigten wiesen die Vorwürfe durch ihre Anwälte zurück.
Enron-Logo für 44.000 USD versteigertWeiterer Fall
Enron wurde in einem separaten Fall von der für den Warenterminhandel zuständigen US-Behörde CFTC beschuldigt, die Preise auf dem Erdgasmarkt manipuliert und einen illegalen Warenterminmarkt betrieben zu haben.
Enron, der einst weltgrößte Energiehändler, war vor 15 Monaten zusammengebrochen. Das Unternehmen hatte mit seinem EnronOnline-Handelssystem Strom- und Erdgas-Handelstransaktionen in Milliardenhöhe durchgeführt.
Es sind bisher insgesamt acht ehemalige und derzeitige Enron-Mitarbeiter formell beschuldigt worden, die Ordnungshüter, das Unternehmen und die Investoren hintergangen zu haben. Davon ist allerdings nur der ehemalige Finanzchef Andrew S. Fastow ein Spitzenmanager.
