13.03.2003

2002

T-Mobile Austria steigerte Ergebnis

Die im April 2002 erfolgte Markenumstellung von max.mobil auf T-Mobile Austria hat Österreichs zweitgrößtem Mobilfunkbetreiber angeblich nicht geschadet. Die Tochter der Deutschen Telekom hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 ein kräftiges Ergebnisplus und einen leichten Umsatzzuwachs verzeichnet.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen [Ebitda] erhöhte sich um 28 Prozent auf 318,4 Mio. Euro, der Umsatz stieg um drei Prozent auf 889,3 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Rande der Cebit in Hannover mit.

2003 sei die Fortsetzung der Internationalisierungs-Strategie, die Forcierung der Daten- und Multimedia-Dienste und die Erhöhung der Zahl der Geschäftskunden geplant.

ARPU gesteigert

Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde [ARPU] habe sich von 28 Euro auf 30 Euro erhöht, der Datenanteil sei dabei um 30 Prozent gestiegen. Im Bereich Datenkommunikation sei der Umsatz insgesamt um 40 Prozent gestiegen.

T-Mobile hatte Ende 2002 zwei Millionen Mobilfunkkunden. Ein direkter Vergleich mit der entsprechenden Zahl aus dem Jahr 2001 ist nicht möglich, da T-Mobile Austria Anfang 2002 die Kundenzahl um inaktive Wertkartenkunden bereinigt hat.

Diese Differenz sei im Laufe des Jahres 2002 durch neue Vertragskunden wieder ausgeglichen worden, was zu einer Steigerung des Vertragskundenanteils und damit einer "deutlichen Strukturverbesserung" geführt habe, so Pölzl.

Die Investitionen von T-Mobile Austria beliefen sich 2002 auf 159 Mio. Euro, ein Drittel davon wurde für den Aufbau der dritten Mobilfunkgeneration UMTS verwendet. Der kommerzielle Start von UMTS sei im dritten Quartal 2003 geplant, berichtete Pölzl.

Marktanteile

T-Mobile nimmt für sich mit den mehr als zwei Mio. Kunden einen Marktanteil von "mindestens 32 Prozent" in Anspruch.

Auf die Mobilkom entfallen laut T-Mobile demnach 42 Prozent, auf One 20 Prozent und auf Telering rund fünf Prozent.

Von den zwei Mio. T-Mobile-Kunden seien 54,4 Prozent Wertkartenkunden. Früher hatte der Prepaid-Anteil noch über 60 Prozent ausgemacht.