Chip-Absatz '04 wieder auf 2000er-Niveau
Advanced Micro Devices [AMD] rechnet damit, dass die Branche nach ihrer bisher schwersten Krise im nächsten Jahr wieder das Umsatzniveau des Jahres 2000 erreicht.
Im kommenden Jahrzehnt werde der Industriezweig dann drei bis vier Mal so stark wachsen wie das Bruttoinlandsprodukt, sagte AMD-Gründer und Konzern-Chairman Jerry Sanders am Montag. Im Jahr 2000 hatte die Branche noch einen Umsatz von rund 204 Milliarden USD erwirtschaftet.
AMD selbst setzt große Hoffnungen auf die Einführung des "Opteron". Bis zum Marktauftritt am 22. April will das Unternehmen einen Computerhersteller präsentieren, der seine PCs auf Basis des Opteron produziert.
Danach sollen weitere Großkunden folgen, wie ein Konzernsprecher erläuterte. AMD-Chef Hector Ruiz sagte im Vorfeld der weltgrößten Telekom- und IT-Messe Cebit in Hannover: "Wir arbeiten mit allen fünf größten [Computerherstellern]."
AMD-Chef fordert StrategiewechselHoffnung auf die Konsumenten
Ruiz zufolge hofft AMD, vor allem von der anstehenden Einführung neuer Produkte zu profitieren und damit bis Ende 2003 in die Gewinnzone zurückzukehren.
Er sehe allerdings noch keine Anzeichen, dass die Unternehmen - wie seit langem erwartet - im großen Umfang ihre alten PCs durch neue ersetzten, sagte Ruiz. Die Firmen hielten sich vor allem aus Furcht vor den Folgen eines Irak-Krieges mit Investitionsentscheidungen zurück.
Bei Speicherchips, die ein Drittel des AMD-Umsatzes ausmachen, sieht der Konzern wachsende Marktanteile gegenüber Konkurrent Intel. Dabei habe AMD von Preisanhebungen bei Intel profitiert, sagte Ruiz.
