Telekom verkauft Festnetztochter Siris
Die Deutsche Telekom [DT] will ihre französische Festnetzgesellschaft Siris verkaufen. Die Konzernsparte T-Systems plane den Verkauf von Siris an den Telekommunikationsanbieter LDCOM, teilte die Deutsche Telekom AG am Montag mit.
Danach wäre LDCOM für T-Systems künftig Vertriebspartner auf dem französischen Markt. Diese Pläne seien den Arbeitnehmervertretern von T-Systems Siris und LDCOM am Montag vorgestellt worden. Für den Verkauf sei noch die Zustimmung von Behörden nötig. LDCOM würde 100 Prozent der Siris-Aktien zum Preis von 25 Millionen Euro übernehmen.
Die DT hatte Siris vor drei Jahren für gut 700 Millionen Euro erworben. Die französische Tochter habe im Jahr 2001 bei 241 Millionen Euro Umsatz einen Verlust von 155 Millionen Euro verbucht, wie in Unternehmenskreisen verlautete.
Durch neue Strategie nicht mehr nötig
Erste Verhandlungen mit LDCOM im Dezember letzten Jahres waren
erfolglos verlaufen. Schwerpunkt von Siris ist das
Großkundengeschäft. Die Gesellschaft ist die einzige ausländische
Festnetztochter der DT in Westeuropa. Nach der Strategie der neuen
Telekom-Führung ist in der Festnetzsparte im Unterschied zum
Mobilfunk ein globales Netz nicht nötig.
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